Wir wollten Freitag nach der Arbeit gleich mit dem Bus losfahrn und dann bis Sonntag in Copacabana am See bleiben. Der Plan war so weit echt gut, nur in der Umsetzung war er zunächst dann doch noch etwas gefährdet, weil ich am Donnerstag feststellen musste, dass ich über nacht krank geworden war. Blöderweise hatte ich nach 8 Wochen nun doch noch die Höhenkrankheit bekommen und lag mit Fieber, Gliederschmerzen, Durchfall und allem sonst Erdenklichen total flach.
Nach etwas hin und her überlegen beschloss ich dann am Freitag Nachmittag aber doch, dass Ablenkung nicht so schlecht sein könne für meine Genesung und so packte ich mich warm ein und wir machten uns in einem Art Reisebus auf den Weg nach Copacabana. Die ca. 4-stündige Busfahrt ging dank diverser Medikamente erstaunlich gut und so waren wir gegen halb 9 am Freitagabend in Copacabana am Titikakasee.
Peinlicherweise mussten wir dann erst mal fragen, in welcher richtung wir denn den See finden würden, da wir unbedingt in einem Hotel am See schlafen wollten. Voll beladen mit Gepäck fanden wir schließlich ein "Luxushotel", in dem wir immerhin ein eigenes Bad im Zimmer und fließendes Wasser hatten. =)
Und eine gaaaaaaaaanz tolle Aussicht auf den See:
Am nächsten Morgen, nachdem wir einigermaßen ausgeschlafen hatten, ließen wir es und dann erst mal gut gehen und gingen frühstücken. Anschließend mussten wir dann aber feststellen, dass wir mittlerweile natürlich viel zu spät für die Bootsfahrten auf die Sonnen- und Mondinsel dran waren.
Gemeinsam mit einer Frau, die diese Bootstouren verkauft, machten wir dann einen echt guten Plan.
Der Plan:
Wir holen unsere Sachen und checken aus unserem Hotel aus, dann fahren wir mit einem Boot, das später noch zur Sonneninsel fährt, auf den südlichen Teil der Sonneninsel. Dort schauen wir uns z.B. die Inka-Treppe oder den Tempel an. Dann fahren wir mit einem Boot (die von dort aus natürlich viel billiger sind) zum nördlichen Teil der Insel. Dort soll es ganz schöne Hotels direkt am Strand geben und wir können uns dann noch den nördlichen Teil anschaun. Am nächsten Morgen können wir dann von dort aus noch zur Mondinsel fahren, denn nur vom nördlichen Teil aus würden Boote dorthin fahren. Wenn wir diese dann besichtigt haben, fahren wir wieder nach Copacabana, schauen uns dort noch ein bisschen die Sachen an, gehen Mittagessen und nehmen dann am Nachmittag einen Bus zurück nach La Paz.
So weit, so gut...
Nun die Realität:
Wir gingen in unser Hotel, holten unsere Sachen und wollten aus-checken. 1.Problem: Wir sollten für 2 Nächte bezahlen, da wir nicht rechtzeitig ausgecheckt hatten - netterweise hatte er uns aber auch nie etwas von Uhrzeiten gesagt. Nach einigem Hin und Her einigten wir uns dann auf einen Preis und zogen schon etwas gestresst los.
Mit dem Boot fuhren wir dann erst mal eineinhalb Stunden auf die Sonneninsel. Dank 2 oder 3 Reisetabletten schaffte auch Lisa die Überfahrt ohne seekrank zu werden. Mir ging es trotz Fieber glücklicherweise relativ gut. =)
Und extra ein Beweisbild für meine Mama, dass ich mich auch wirklich warm eingepackt habe =)
Auf der Sonneninsel angekommen schauten wir uns ein wenig den südlichen Teil an und stiegen die Inka-Treppe hinauf, wobei wir dann den Sinn dahinter nicht ganz verstanden, weil wir immer darauf warteten, dass und etwas Besonderes begegnen würde - was jedoch nicht der Fall war =P
Die Aussicht allerdings war einfach phänomenal!
Und dann haben wir sogar noch den Inka-Brunnen entdeckt, nachdem wir schon 2 Mal daran vorbei gelaufen waren und schließlich noch jemand fragen mussten, ob er dies tatsächlich wäre... 
Ich finde, unsere Zweifel waren aber auch berechtigt!
Für den Tempel, der uns am Meisten interessiert hätte und vermutlich auch am Interessantesten gewesen wäre, hat uns die Zeit leider nicht mehr gereicht, weil wir ja noch weiter auf den Nordteil wollten und die Boote nur bis zu ner bestimmten Uhrzeit fuhren. Nach einigem Suchen mussten wir feststellen, dass es nur Privatboote zum nördlichen Teil gibt und diese echt teuer sind, aber uns blieb ja nix anderes übrig und so machetn wir uns auf einem überteuerten Privatboot wieder ne Stunde über den See zum nördlichen Teil...
Nach einer etwas verzweifelten Suche, fanden wir dann immerhin ein "Hotel", in dem wir zumindest ein Privatbad hatten, jedoch - wie wir später feststellen mussten - ohne fließendes Wasser!
Da wir nun aber schon mal auf dem nördlichen Teil waren, wollten wir uns natürlich wenigstens die Sehenswürdigkeiten, die es dort so gibt, anschaun...
Nach etwas Suchen und Fragen, erfuhren wir dann, dass das Goldmuseum schon zu hatte und das Labyrinth ungefähr ne Stunde zu Fuß entfernt sei. Da es schon begann, dunkel zu werden, beschlossen wir, das Labyrinth lieber nicht auf zu suchen und stattdessen noch ein bisschen das Dorf zu erkunden. Blöderweise hatten wir nach einer viertel Stunde wirklich alles gesehn...
Das war beispielsweise die Aussicht von unserem "Hotel" aus =)
Und hier die Bildergeschichte darüber, wie ich LANGSAM versuche, mich an einen Esel anzunähern, der dann aber beginnt, mich zu verfolgen und ich daher ein wenig flüchten muss...
| Die Flucht =D |
| Und wieder erste Annäherungsversuche... |
| ...geschafft =) ---> Amigos para siempre |
Ja, das kommt dabei raus, wenn zwei Jugendliche auf einer Insel hocken, auf der es absolut nichts gibt und sich einen ganzen Abend lang beschäftigen sollen =P
Wir beschlossen dann, jetzt einfach noch nett essen zu gehen und uns anschließend einen netten Abend in unserem Zimmer zu machen. Das war jedoch wieder einmal leichter gesagt, als getan!
In diesem "Dorf" gab es genau 3 Restaurants:
Eins hatte nur noch ne halbe Stunde geöffnet, im Anderen gabs nur Suppe und in das Dritte setzten wir uns schließlich und bestellten uns - wenn wir schon direkt am bzw. auf dem Titikakasee sind - Lachs. Der war dann aus der Tiefkühltruhe, die direkt neben uns stand. So viel zu frischem Lachs =D
Insgesamt war auch dieser Restaurantbesuch ein Erlebnis, da es nur von einer einzigen Person geführt wurde, die einfach alles machte und später dann noch ne halbe Stunde in dem ganzen Dorf rumrannte, bis sie einigermaßen Wechselgeld zusammen hatte.
Ich habe ja den Verdacht, dass man auf der Insel gar nicht mit Geld zahlt, sondern Hühner oder Sonstiges tauscht, da es auch in unserem "Hotel", das übrigens von einer 8-Jährigen geführt wurde (im Ernst!), kein Wechselgeld gab.
Unser Zimmer
Der Abend auf unserem Zimmer war dann aber noch ganz nett und wir konnten sogar duschen, weil abends das Wasser ging. Am nächsten Morgen jedoch musste ich mich das erste Mal in meinem Leben ohne fließend Wasser und das, trotz Privatbad, begnügen. Wir machten uns ganz früh auf, um ja nicht das Boot zu verpassen, das uns wieder in die Zivilisation bringen sollte. Wie wir nämlich festgestellt hatten, fuhren vom nördlichen Teil aus gar keine Boote zur Mondinsel und wir waren eigentlich völlig umsonst dorthin gefahren. Aber in diesem Moment war uns alles egal, wir wollten nur noch zurück nach Copacabana.
Die Reise zurück war dann eigentlich ganz lustig. Lisa und ich waren sozusagen die einzigen Touristen und ansonsten saßen halt noch 50 Jolitas auf dem Boot, die ihren Sonntagsausflug nach Copacabana machten.
Der Anblick! Einfach genial! =D
Wir beschlossen dann, jetzt einfach noch nett essen zu gehen und uns anschließend einen netten Abend in unserem Zimmer zu machen. Das war jedoch wieder einmal leichter gesagt, als getan!
In diesem "Dorf" gab es genau 3 Restaurants:
Eins hatte nur noch ne halbe Stunde geöffnet, im Anderen gabs nur Suppe und in das Dritte setzten wir uns schließlich und bestellten uns - wenn wir schon direkt am bzw. auf dem Titikakasee sind - Lachs. Der war dann aus der Tiefkühltruhe, die direkt neben uns stand. So viel zu frischem Lachs =D
Insgesamt war auch dieser Restaurantbesuch ein Erlebnis, da es nur von einer einzigen Person geführt wurde, die einfach alles machte und später dann noch ne halbe Stunde in dem ganzen Dorf rumrannte, bis sie einigermaßen Wechselgeld zusammen hatte.
Ich habe ja den Verdacht, dass man auf der Insel gar nicht mit Geld zahlt, sondern Hühner oder Sonstiges tauscht, da es auch in unserem "Hotel", das übrigens von einer 8-Jährigen geführt wurde (im Ernst!), kein Wechselgeld gab.
Unser Zimmer
Der Abend auf unserem Zimmer war dann aber noch ganz nett und wir konnten sogar duschen, weil abends das Wasser ging. Am nächsten Morgen jedoch musste ich mich das erste Mal in meinem Leben ohne fließend Wasser und das, trotz Privatbad, begnügen. Wir machten uns ganz früh auf, um ja nicht das Boot zu verpassen, das uns wieder in die Zivilisation bringen sollte. Wie wir nämlich festgestellt hatten, fuhren vom nördlichen Teil aus gar keine Boote zur Mondinsel und wir waren eigentlich völlig umsonst dorthin gefahren. Aber in diesem Moment war uns alles egal, wir wollten nur noch zurück nach Copacabana.
Die Reise zurück war dann eigentlich ganz lustig. Lisa und ich waren sozusagen die einzigen Touristen und ansonsten saßen halt noch 50 Jolitas auf dem Boot, die ihren Sonntagsausflug nach Copacabana machten.
Der Anblick! Einfach genial! =D
Es kam dann natürlich aber doch ganz anders. 25 Minuten lang strampelten wir wie die Blöden gegen die Wellen an, waren nur damit beschäftigt, anderen Booten oder Stegen auszuweichen und schafften es nicht mal mehr alleine wieder zurück bis zu unserem Steg, da wir einfach keine Kraft mehr hatten. Ich habe mir dann bei dem Versuch gleichzeitig zu stramplen und unser Boot zu lenken (das sich einfach überhaupt nicht lenken ließ) so "mordsmäßig" mein Bein angeschlagen, dass ich ne Woche später immer noch voll den blauen Fleck davon hatte... Mit Beine ins Wasser baumeln lassen, wurde natürlich auch nix und nach 25 Minuten kamen wir völlig erledigt und durchgeschwitzt wieder am Ufer an... die restlichen 5 Minuten ließen wir liebend gern verfallen.
Das einzige Bild für das wir Zeit hatten... =P
Nach einem echt leckeren Mittagessen und noch einer kleinen Shopping- und Besichtigungsrunde haben wir uns dann in einen Minibus gehockt und sind wieder heimwärts gefahren.
UND auf der Rückfahrt haben wir dann sogar das erste Mal Lamas gesehn. Endlich! =D
Unglaublich - das ganze Wocheende war wirklich ein Abenteuer...!
Aber immerhin war ich danach wieder gesund. =)
Das war die Geschichte vom
THE END!
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